3 Handlungsoptionen wenn der Job dich nervt [EP032]
Shownotes
Inhalt der Folge
- Mythos "Love it, change it, leave it": Warum 90 % der Menschen den Spruch falsch interpretieren.
- Love it (Schritt 1): Eigene Stressmuster wie Perfektionismus und People-Pleasing auflösen.
- Change it (Schritt 2): Mutige Kommunikation und Eskalation zur Veränderung der Arbeitsbedingungen.
- Die Kündigungs-Falle: Warum du deine inneren Probleme oft einfach in den neuen Job mitnimmst.
- Leave it (Schritt 3): Wann der Jobwechsel wirklich der einzig sinnvolle letzte Ausweg ist.
- Die Angst vorm Gehen: Warum viele jahrelang leiden und meckern, anstatt zu kündigen.
Kostenloses Videotraining: Wie du trotz hoher Belastung und Verantwortung im Job endlich wieder innerlich zur Ruhe kommst:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn dich deine Arbeit schon eine ganze Zeit unter Druck setzt, dann hast du bestimmt schonmal dich mit dem Thema beschäftigt und hast möglicherweise auch schon mal vielleicht in einem Stressmanagement-Seminar so diesen Leitsatz gehört.
00:00:14: Love it!
00:00:14: Change It!
00:00:15: Leave IT!
00:00:16: Also heißt ja einfach nur entweder Du liebst was Du tust oder Du solltest etwas verändern oder Du haust eben ab Warum das neunzig Prozent der Menschen falsch verstehen.
00:00:29: und meiner Meinung nach, dass auch in solchen Seminaren falsch rübergebracht wird werde ich dir jetzt in dieser Podcast Episode erläutern.
00:00:37: Und ich werde dir zeigen wo in Wirklichkeit das große Potenzial steckt.
00:00:47: In der letzten Podcast Episode ging es ja vor allem darum wie du eigentlich in den richtigen Flow bei der Arbeit kommst.
00:00:55: also was kannst Du machen?
00:00:56: um in der richtigen Dosis gefordert zu sein, damit du eben wirklich effizient bist.
00:01:02: Also dass du nicht unterfordert bist und nicht überfordert ist sondern wirklich in einem guten Flow Arbeit ist das es Spaß macht und dass du motiviert bist.
00:01:12: viele spüren ja das einfach wenn der Druck zunimmt ja dass die so kopflos werden sie werden ineffizient Sie werden unkreativ Und den meisten ist schon klar, dass sie ihre Arbeit eigentlich so einstellen sollten.
00:01:26: Dass genau das nicht passiert.
00:01:28: Also, dass Sie den Stress richtig dosieren und ihn für sich eben im Positiven nutzen.
00:01:35: Jetzt kann ich mir vorstellen, dass dabei einige schon auch Einwände kommen.
00:01:39: also Ich höre es immer wieder, dass Menschen einfach sagen So wie die Arbeit ist, so wie die Kollegen sind, sowie die Abteilungen sind, sowie die Struktur in der Firma.
00:01:51: Das muss mich erstressen.
00:01:52: Also es gibt ja gar keine andere Möglichkeit, dort mit dem Ganzen so umzugehen.
00:01:58: und Ja sicherlich gibt's chaotische Firmen Es gibt sicherlich auch mal Kolleginnen und Kollegen die Nerven.
00:02:04: und ja wahrscheinlich ist auch das IT System veraltet Und gehört wirklich komplett neu aufgesetzt.
00:02:11: Aber die Frage ist hier immer wenn du in so einer Situation bist bei der Arbeit also irgendwas nervt dich Irgendwas stresst sich wirklich so dass du die Arbeit mir nach Hause nimmst, dass du dich einfach nicht gut fühlst in deiner Freizeit.
00:02:26: Du kannst nicht mehr richtig abschalten, du merkst die Themen beschäftigen dich weiter und du kommst da immer schlechter zur Ruhe.
00:02:33: also spätestens wenn du an so einem Punkt bist dann solltest du dir wirklich die Frage stellen okay was kann ich jetzt verändern?
00:02:41: wie kann ich meine Arbeit jetzt für mich verändern modifizieren oder vielleicht sogar woanders hingehen Damit ich einfach wieder Lust habe zur Arbeit zu gehen, dass Arbeit auch wieder Spaß macht.
00:02:54: Dass du motiviert bist und das will eben dieser Spruch sagen.
00:02:59: also wenn es heißt love it change it leave it dann hast Du ja grundsätzlich eigentlich mal drei Möglichkeiten.
00:03:08: Und diese drei Möglichkeiten die werden wir jetzt in dieser Episode nochmal genauer erforschen.
00:03:14: Also einerseits love it, heißt in meinen Augen eben nicht alles ist super sondern es heißt auch lerne es zu lieben.
00:03:23: Das ist die Stellgröße das du an dir selbst arbeiten kannst.
00:03:29: und erst change it mind verändere das System.
00:03:33: also sorge dafür dass die Arbeit sich auch verändert, dass ich die Zusammenarbeit verändert, Parameter verändern.
00:03:45: So und erst wenn eins und zwei nicht funktioniert haben, dann ist es sinnvoll über die dritte Option nachzudenken nämlich LIVED.
00:03:55: also Verlasse das System, Verlasse vielleicht diesen Arbeitgeber oder die Abteilung Und diese drei Gliederungen gibt ihr eben eine ganz gute Orientierung.
00:04:05: So, und die schauen wir uns jetzt mal im Detail an.
00:04:08: Also was diese einzelnen Möglichkeiten für dich jetzt ganz konkret im Arbeitsalltag bedeuten?
00:04:16: Was heißt also Love It?
00:04:18: Ja, Love it heisst in meinen Augen nicht alles ist super und geh direkt zu Schritt zwei sondern love it bedeutet einfach nur schau mal ob du nicht mit dem wie es isst wirklich auch besser klarkommst.
00:04:36: Bedeutet, wir schauen also nicht was ist das System bei der Arbeit?
00:04:40: Was kann ich dort verändern?
00:04:42: oder ist nicht ein anderer Arbeitgeber für mich besser geeignet.
00:04:46: Da möchte ich mir wirklich mal ganz genau anschauen, was ist es eigentlich, was mich persönlich unter Druck setzt.
00:04:55: Da hast du bestimmt auch schon andere Podcast-Episoden von mir angeschaut oder angehört wo es um so etwas geht wie Glaubenssätze Also welche innere Bewertung eigentlich in diesen bestimmten Stresssituationen bei dir stattfindet.
00:05:11: Da habe ich auch immer wieder betont, es geht da wirklich um das was bei uns im Unterbewusstsein passiert?
00:05:17: Es geht um Stressträger!
00:05:19: Es geht darum was dir deine Gedanken eigentlich erzählen also welcher Druck entsteht durch deine eigene Interpretation von dem was jetzt bei der Arbeit passiert.
00:05:33: Da muss ich natürlich auch wieder allem voran den Perfektionismus erwähnen.
00:05:38: Also kenne ich ja auch von mir, habe ich ja schon an genug Stellen erläutert wenn du den eigenen Anspruch hast das alles perfekt sein musst dass du keine Fehler machen darfst und du dazu neigst viel zu viel Zeit in bestimmte Themen reinzustecken.
00:05:54: Also vielleicht Präsentationen, viel zu schön aufzuarbeiten nochmal Dinge zu durchdenken die jetzt eigentlich nicht relevant sind dann könnte es sein dass du den Hang hast zum Perfektionismus.
00:06:07: und das dich dieses Muster in Wirklichkeit stark unter Druck setzt bedeutet natürlich Du kannst an der Stelle wenig am äußeren System verändern.
00:06:19: Und auch wenn du jetzt den Arbeitgeber wechselst Dann nimmst du ja deinen Perfektionismus in deine Arbeitstasche mit und packst den bei deinem neuen Arbeitgeber auch einfach wieder aus.
00:06:31: So, dann kannst du natürlich im Außen verändern so viel du möchtest – der Perfekzionismus wird dich unter Druck setzen genauso wie es auch andere Persönlichkeitsmuster sein können!
00:06:42: Also da nenne ich eben immer wieder gerne das People-Pleasing.
00:06:46: wenn also Menschen diese starke innere Überzeugung haben, sie müssen alles dafür tun dass es den anderen Menschen gut geht und dabei gar nicht auf sich selber schauen.
00:06:56: Also nicht schauen wie ist mein eigenes Energielevel?
00:06:59: Wie sind meine eigenen Bedürfnisse?
00:07:01: Sondern zu allem Jahr-und-Armen sagen wenn ihnen jemand eine Aufgabe gibt dann wird die eben einfach mitgenommen und mit abgearbeitet egal ob's jetzt reinpasst oder nicht.
00:07:13: Also das sind jetzt einfach mal beispielhaft zwei Persönlichkeitsmuster, die ich eben auch bei Kunden und Kundinnen immer wieder sehe.
00:07:21: Die einen starken Druck auslösen und wo es wirklich Sinn macht, die Mal als allererstes anzugehen.
00:07:28: Bei einigen Menschen schaue ich dann auch mit drauf wie ist jetzt eigentlich so deine konkrete Arbeitsweise?
00:07:34: im Alltag.
00:07:35: Also ich habe ja auch schon mal eine fünfteilige Episode gemacht, um mal genau aufzuzeigen wie kann man sich eigentlich die Arbeit strukturieren?
00:07:43: Wie kann ich mein Tag planen?
00:07:45: Wie plane ich meine Woche damit mich die Arbeit eben wirklich auch befriedigt dass ich das Gefühl am Abend habe Ich hab' auch wirklich was geschafft und das sind eben auch so Ansätze wo ich wirklich bei mir selber zuerst Mal schauen sollte Was kann ich an mir verändern meinen Mustern oder eben meiner persönlichen Arbeitsweise in dieser Aufgabe.
00:08:10: Bei manchen Menschen sehe ich auch, dass sie es irgendwann schaffen so einen inneren Schiff hinzubekommen, dass Sie diesen ganzen Unzulänglichkeiten und vielleicht den Menschen die eher für Konflikte sorgen mit einer Empathie- und Akzeptanz zu begegnen.
00:08:27: Also für mich innerlich entsteht da einfach immer so ein Bild, ja wirklich von einem Buddhisten der es schafft immer auf die andere Seite zu schauen sich mal die Frage zu stellen.
00:08:38: Wow was bewegt jetzt eigentlich diese Person dazu so zu handeln und sich da vielleicht in den Vordergrund zu drängen oder sich so hart abzugrenzen?
00:08:48: Und mit dieser Akzeptanz kommt eine sehr starke Entlastung rein Also empathisch den Menschen zu begegnen und nicht vielleicht solche Stiche leihen, sofort als Einladung für eine Konfrontation zu sehen.
00:09:04: Das ist gewissermaßen ein zweischneidiges Schwert weil man eben so eine echte Akzeptanz nicht faken kann.
00:09:11: also wenn du dir jetzt einredest achja das ist ja alles in Ordnung und das nervt mich gar nicht aber innerlich hast du das Gefühl du brodelst und du willst es gar nicht akzeptieren sondern schluckst es einfach nur runter und ärgert sich aber in Wirklichkeit trotzdem, dann hat das nichts mit echter Empathie- und Akzeptanz zu tun.
00:09:31: Sondern... Dann ist es der Versuch es irgendwie hinzunehmen und runterzuschlucken Aber könnte auch wieder Teil von so einem People-Pleasing-Mechanismus sein.
00:09:41: Ja also da darf man wirklich ganz genau unterscheiden.
00:09:45: Kann ich's wirklich innerlich von tiefstem Herzen annehmen oder brodelt eigentlich in mir drin?
00:09:52: Und ich möchte doch in Wirklichkeit was verändern, in die Kommunikation gehen oder genauer ergründen.
00:09:58: Was ist es eigentlich?
00:09:59: Was mich daran stresst?
00:10:02: Ja das verbirgt sich für mich hinter diesem Begriff love it.
00:10:05: also nicht einfach nur ja haken dran du bist gerade glücklich mit deiner Arbeit sondern zu schauen wenn irgendwas nicht passt vor allem wirklich mal diesen Scheinwerfer nach Innen zu richten und dir die Frage zu stellen Gibt es nicht Menschen, die in deiner Situation einfach völlig gelassen und motiviert mit der Arbeit umgehen?
00:10:29: Ist es vielleicht jetzt eine persönliche Frage deiner bisherigen Erfahrungen, deiner Prägungen dass du einfach innere Muster hast, die du dir zuerst mal anschauen darfst.
00:10:41: So und erst dann macht das Sinn auf den Schritt zwei zu schauen nämlich das Change It.
00:10:46: Also gehen wir mal davon aus, du hast eben schon viel an dir gearbeitet oder hast für dich einfach erkannt wow also in dem Unternehmen es läuft einfach nicht so glatt.
00:10:57: dann hast du natürlich auch immer die Chance Einfluss zu nehmen.
00:11:01: Also irgendwie das System dahinter zu verändern, die Randbedingungen, diese äußeren Einfluchsparameter die eben dein Job mit sich bringt.
00:11:11: So, da ist für mich immer so diese ganz wichtige Erkenntnis und das sehe ich auch super oft in meiner Arbeit mit den Menschen.
00:11:18: Es lässt sich in der Regel sehr viel mehr verändern als wir denken.
00:11:24: Oft muss ich natürlich als Coach dann einfach mal so ganz blöde Fragen stellen eigentlich diese Missstände, die man selbst erlebt.
00:11:35: Also wo die Leute wirklich sagen wow dies passt nicht und das passt nicht Und die Abteilung macht gar nicht ihren Job und für die muss ich auch noch einspringen Dass sich dann schon natürlich die Frage stellen muss hey hast du das eigentlich mal kommuniziert nach außen?
00:11:48: Hast Du auch mal gesagt nein stopp Ich mache jetzt die Arbeit für die anderen gar nicht mit und sehr oft werden die Antworten dann schwammig.
00:11:59: ich höre dann schon auch raus, naja es hat eigentlich noch gar keine offene Aussprache gegeben.
00:12:05: Oder es wurde mal was angesprochen vor einem Jahr und irgendwie ist jetzt noch die stille Erwartung da dass sich jetzt dadurch etwas verändert.
00:12:13: aber vielleicht hat der Vorgesetzte oder die Vorgesetzter einfach das zu dem Zeitpunkt mal aufm Schirm gehabt aber mittlerweile auch schon wieder vergessen weil einfach viele andere wichtige Themen anstehen.
00:12:27: Also dafür braucht es natürlich eine offene, eine ehrliche und ja eben auch eine mutige Kommunikation.
00:12:37: Und diese Form der Kommunikations haben viele Menschen eben auch nicht gelernt.
00:12:42: also wie kann ich jetzt so einen Missstand mal kommunizieren?
00:12:47: Ja das hat sehr oft was mit Ängsten zu tun!
00:12:51: Gerade weil wir solche Missstände nach oben eskalieren müssen Und ich das oft auch sehe, dass vielleicht so direkte Vorgesetzte da gar nicht so richtig drauf aufspringen.
00:13:02: Die vielleicht ihr Team gar nicht schützen wie sie es eigentlich sollten, sondern selber unter Druck stehen und selbst operativ in Projekten eingebunden sind.
00:13:14: Dass Sie ja auch vielleicht systembedingt gar nicht die Zeit haben auf Ihr Team zu schauen – selbst wenn Sie das eigentlich machen wollen!
00:13:23: Und das hat natürlich zur Folge, dass man in solchen Eskalationen sehr oft auch mal eine Stufe oder zwei Stufen überspringen muss und das Ganze wirklich auch in einem Unternehmen hoch aufhängen muss.
00:13:36: So und natürlich hat es dann auch was mit Ängsten zu tun weil man so dieses hierarchische Denken hat und auch in vielen mittelständischen Unternehmen, in vielen Konzernen wird ja durchaus auch noch wird das Ganze noch sehr hierarchisch gelebt.
00:13:51: Also auch wenn sich viele dann auf die Webseite so schönes Laugen schreiben und flache Hierarchien, angenehme Führungskultur... Wenn es um sowas geht wie Eskalationen ist immer auch mit Ängsten verbunden gerade eben wenn wir das Gefühl haben wir müssen da auch dann schon Richtung Abteilungsleitung gehen Bereichsleitungen oder in die Geschäftsführung dann macht uns das oft ja ein ungutes Gefühl und das sehe ich eben oft.
00:14:20: Es ist wirklich ein Hindernis, mal ganz ehrlich und ganz mutig anzusprechen was eigentlich nicht funktioniert.
00:14:28: Und ja, es ist eben in der Regel nicht damit getan das ganze einmal zu tun sondern da darf man dann auch wirklich vehement sein.
00:14:36: Man muss da wirklich auch hinterhergehen und muss eben selbst auch das mehrfach ansprechen und auch nach oben hin ein Druck ausüben, damit eben solche Missstände einfach gesehen werden.
00:14:51: Das ist aber Dann mit deiner Aufgabe Missstände, die es in Firmen gibt aufzudecken, aufzuzeigen und eben dann auch nach oben zu eskalieren damit eine Veränderung wirklich auch stattfinden kann.
00:15:07: Also das Management muss wirklich spüren dass etwas nicht funktioniert.
00:15:12: Das sehe ich auch so oft Dass einfach ein Management durchaus auch mal erkennt, okay da gibt es vielleicht einen Missstand aber das funktioniert jetzt für ein Jahr gut oder hat schon zwei Jahre funktioniert.
00:15:25: Dann sind wir mal ehrlich dann ist doch eigentlich für die kein Handlungsbedarf da.
00:15:30: also wenn ich sag' jetzt mal die Basis dass einfach weiter erträgt und weitermacht wenn Dinge nicht funktionieren Wenn Prozesse nicht passen, wenn die Tools nicht passend solange das große Ganze am Laufen bleibt is natürlich der Änderungsdrang relativ gering.
00:15:50: So und deshalb ist es schon auch wichtig da wirklich nachzufassen, dran zu bleiben und sich auch wirklich zu trauen.
00:15:58: Es im Zweifel auch dann nochmal eine Stufe höher zu eskalieren und sich da einfach ne Stimme zu verschaffen und sich vielleicht auch mit anderen zusammenzutun die natürlich in der gleichen Lage stecken also gerade wenn sie ein komplettes Team betrifft oder auch mehrere verschiedene Bereiche oder Abteilungen leiden dass man sich Gemeinsam Gehör verschafft und wirklich auch ein Druck ausübt, weil nur dann kann es funktionieren das auch wirklich Veränderungen stattfinden.
00:16:28: Ja und da kann ich mich einfach noch extrem gut daran erinnern dass ich lange bei mir auch als der Druck einfach immer weiter gewachsen ist und es waren einfach zu viele Projekte Ich hatte keine Chance diese Projektlast irgendwie zu schaffen bin so in meiner Überforderung gehangen dass ich auch immer dachte, ich hätte das eigentlich schon ausreichend kommuniziert.
00:16:49: Dass es nicht funktioniert und es war auch eigentlich vereinbart, dass noch andere eingestellt werden die dann mit einspringen.
00:16:56: Und das ist aber einfach nicht passiert und Ich dachte mal ich muss das jetzt ertragen!
00:17:01: Ich musste es irgendwie mitmachen und da gibt's ja jetzt keinen Ausweg weil Es sind zu wenig Leute da und es sind gleichzeitig diese Kundenversprechen Da und irgendwann ging's aber für mich einfach nicht mehr.
00:17:14: Ja, mein Chef hatte auch nicht so drauf reagiert.
00:17:16: Dann war ich beim Abteilungsleiter und es hat wirklich nur ein Gespräch gebraucht ihm wirklich klar zu machen Es geht nicht Ich bin überfordert Und ich muss jetzt zwei von meinen Projekten einfach fallen lassen und wollte einfach diese Freigabe von ihm haben dass sich das jetzt machen darf.
00:17:35: In meiner Erwartung dachte ich da kommt eine massive Gegenwehr es wird dagegen argumentiert.
00:17:41: Ich muss mich rechtfertigen, ich muss das noch mal darstellen.
00:17:44: Wir müssen es gemeinsam
00:17:45: weitereskalieren.".
00:17:47: So und die Reaktion hat mich total überrascht weil er hat am Ende einfach nur gesagt ja ist okay verstehe ich Ja und das hat mich so schockiert.
00:17:58: auch muss ich sagen Weil in meinem Gedankenkonstrukt war das eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit dass sich jetzt mit noch einmal Gespräch mit der richtigen Person sofort meine Arbeitslast drastisch reduzieren konnte.
00:18:12: Und das war für mich so ein Augenöffner, ja es geht viel mehr als Bedenken aber es braucht diesen Mut den Mund wirklich aufzumachen vielleicht auch mal nachzufassen und vielleicht auch dann mal eine Hierarchie zu überspringen oder eben einfach weiterzueskalieren damit wirklich auch eine Reduzierung vom eigenen Druck stattfindet.
00:18:36: So und das kann natürlich in deiner persönlichen Situation total vielschichtig sein oder ganz andere Randbedingungen mit sich bringen.
00:18:43: Also sei es jetzt wirklich, dass ein Tool fehlt, dass irgendein System veraltet ist oder dass einfach Leute im Team fehlen.
00:18:52: Vielleicht gibt's auch Konflikte, da gibt ja auch so Klassiker mit anderen Abteilungen wo man sich dann anfängt irgendwo gegenseitig zu bekriegen oder mit manchen Personen gibt es einfach so viel Reibung, dass das nicht richtig funktioniert.
00:19:07: Auch da geht's darum, das anzusprechen und zu schauen kann ich jetzt entweder mit dieser Person wo ein Konflikt besteht, das klären muss sich vielleicht auch da das ganze Höhe aufhängen und dafür sorgen, dass ich vielleicht gar keinen Kontakt mehr habe?
00:19:22: Oder gibt es andere Möglichkeiten, die Kommunikation so zu verändern oder auch mal Konflikte moderieren zu lassen?
00:19:29: Damit eben sich das verändert was uns so stört.
00:19:34: Was ich jetzt nicht wie in Schritt eins mit Arbeit an mir selbst verändern kann sondern wo man einfach sagen muss okay Ich kann so viel Persönlichkeitsentwicklung machen wie ich möchte wenn ich einfach die Arbeit für drei Personen erledigen soll Dann komme ich damit einfach an meine Grenzen und dann ist es sehr legitim Dafür zu sorgen, dass sich da in diesem System einfach Dinge verändern.
00:19:57: Randbedingungen Einflussparameter um wirklich auch dafür zu sorgen das möglichst dieses Arbeitsumfeld eines ist wo ich eben auch gut meine Arbeit erledigen kann.
00:20:11: So und erst jetzt macht es Sinn mal auf diesen dritten Punkt zu schauen nämlich das LiWit.
00:20:18: Klar wenn du dir deine Muster angeschaut hast.
00:20:22: Wenn du das Gefühl hast, du hast innere Stressmuster ablegen können, du machst dir keinen unnötigen Druck und du hast versucht Missstände in deiner Firma eben aufzudecken.
00:20:34: Du hast lange genug versucht für eine Veränderung zu sorgen dann kommt natürlich irgendwann auch der Punkt wo du einfach sagen kannst okay es macht keinen Sinn mehr ich spring hier ab.
00:20:46: also kann sein entweder du verlässt die Firma oder schaust nochmal, ob es vielleicht innerhalb deines Unternehmens gerade auch wenn's ein Konzern ist da vielleicht eine Abteilung zu wechseln.
00:20:57: Das kann ja auch ein komplett anderes Bild dann sein, komplett andere Arbeit für dich sein.
00:21:04: aber es macht eben erst dann Sinn diese Schritte zu gehen, wenn du die anderen beiden Schritte davor auch durchlaufen hast.
00:21:12: also klar!
00:21:13: Wenn jemand sagt, ich hatte jetzt in den letzten acht Jahren einfach fünf Arbeitgeber und die waren alle Mist Dann muss ich mir schon die Frage stellen, könnte es nicht vielleicht auch an dir liegen?
00:21:25: Also was sind deine Muster wo du das Gefühl hast.
00:21:28: Es passt nirgendwo rein Was setzt dich unter Druck?
00:21:32: da darf man natürlich auch sehr genau hinschauen.
00:21:36: Aber an irgendeinem Punkt kommt einfach die Konsequenz und das sehe ich auch immer mal wieder bei Kunden Da ist dann Das wirklich auch erschöpft was man selbst an sich arbeiten kann oder in einer Firma verändern kann wo man, wenn man von außen drauf schaut schon ziemlich schnell sagt okay also unter diesen Randbedingungen möchtest du eigentlich gar nicht arbeiten und da sehe ich dann natürlich auch bei vielen Menschen dass da auch ziemliche Ängste mit rein spielen.
00:22:06: Also wirklich diesen Entschluss zu fassen braucht bei manchen Menschen doch dann überraschend lang.
00:22:13: Ich sehe viele Menschen die sind bereit wirklich auch lange zu leiden, Missstände zu ertragen.
00:22:20: Und manche verfallen dann auch in so ein Beschwer-Modus, dass sie sich einfach über Jahre hinweg immer wieder beschweren und vielleicht über die Firma ablästern oder immer wieder anderen aufs Brot schmieren wie schlecht es eigentlich läuft.
00:22:35: aber wo man sich von außen schon die Frage stellt ja aber warum gehst du denn da nicht?
00:22:40: Also warum machst du das wirklich so lange mit?
00:22:43: Und auch da können eben wieder Ängste oder auch falsche innere Überzeugung mit reinspielen.
00:22:50: Also es kann auch bedeuten und das mache ich eben auch mit manchen Kunden an der einen oder anderen Stelle, dass mal zu challenging.
00:22:57: also warum wird dieser Schritt nicht gegangen?
00:23:00: Warum ist jetzt vielleicht nicht der Mut da mal ein neuen Weg zu gehen was Neues auszuprobieren?
00:23:08: Was hält dich davon ab?
00:23:11: Ja, suchst du dich fast schon in diesem Leid und diesen Missständen anstatt einfach ganz konsequent die Entscheidung zu treffen?
00:23:20: Okay.
00:23:21: Also ich gehe jetzt!
00:23:23: Und auch da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten also entweder eine Kündigung auszusprechen mit einer sehr langen Vorlaufzeit oder dann wirklich zu sagen okay ich will hier so schnell wie möglich raus und im Zweifel habe ich einfach noch ein bisschen ne Übergangsphase bis dann auch ein neuer Job dann wirklich gefunden ist.
00:23:41: So, das sind also deine drei Möglichkeiten die du hast für ich sage jetzt mal eine klassische Situation.
00:23:48: Also wenn irgendwas nicht so passt dann darfst du dir eben immer diese drei Felder anschauen und wirklich auch dir die Frage stellen.
00:23:57: Also habe in diesem ersten oder zweiten Feld alles erschöpft macht es überhaupt Sinn einen Arbeitgeber zu wechseln weil wir uns einfach auch drüber im Klaren sein dürfen, dass wir eben unsere eigenen Muster wirklich auch zu jedem neuen Arbeitgeber am Ende ja mitnehmen.
00:24:15: So und wenn du jetzt das nächste Mal in so einer Situation bist also vielleicht ist es bei dir auch gerade der Fall, dass du dir sagst eigentlich ich will nicht bis zur Rente in so einem Umfeld arbeiten Dann geh wirklich mal für dich dieses Schema durch und schau mal, was könntest du vielleicht an dir verändern?
00:24:35: Also wo darfst du die ehrlicherweise schon auch an die eigene Nase fassen?
00:24:39: oder hast das Gefühl wenn du die ein oder andere Charaktereigenschaft anders hättest wäre es dann nicht möglich doch dort einen guten Job zu machen und damit fein zu sein.
00:24:52: Also auch mal so den Blick nach links und rechts, mal auf andere im Team zu werfen.
00:24:56: Auf Kolleginnen und Kollegen kommen die denn besser damit klar?
00:25:01: Ist es nicht vielleicht doch ein eigenes Thema dass ich mir das einfach wünsche, dass ich so das Gefühl habe, die Dinge müssen anders sein?
00:25:09: aber am Ende sind's vielleicht noch falsche innere Überzeugung So und die andere Möglichkeit eben zu schauen, was ist eigentlich bei diesem Arbeitgeber?
00:25:20: Was ich auch aktiv mit verändern kann.
00:25:22: Also wo muss ich mal den Mund aufmachen?
00:25:24: Wo muss sich auch mal stark für meine Sache kämpfen da dann auch zu Schauen?
00:25:29: Was kann ich jetzt ja möglicherweise Mit der nötigen Eskalation wirklich auch an den Arbeitsbedingungen dann verändern?
00:25:38: so und erst dann macht Schritt drei Sinn eben wirklich auch mal eine Kündigung auszusprechen.
00:25:44: Also auch da sehe ich dann bei Menschen, dass das einfach schon eine krasse Erleichterung mit sich bringt oder einfach im Hintergrund neue Bewerbungen zu schreiben und da schon mal die Fühler auszustrecken.
00:25:55: Da entdecken dann auch viele, dass dann plötzlich die Arbeit leichter von der Hand geht und es irgendwie komischerweise besser funktioniert obwohl sich nichts anderes sonst verändert hat.
00:26:07: Ja macht dir diese drei Möglichkeiten wirklich nochmal bewusst erkenne auch für dich das einfach sehr viel Power in diesem ersten Schritt steckt.
00:26:16: Also das ist im Endeffekt ja auch das, wo ich die meiste Arbeit dann mit Kunden verbringe wirklich danach zu schauen was sind die eigenen inneren Stressmuster und da wirklich das nicht einfach nur abzuhaken als love it.
00:26:32: also entweder es passt mir oder ich bin schon bei Option zwei oder drei sondern wirklich auch zu erkennen dass innere Arbeit auch eben genau dazu führen kann, dass ich in diesem Umfeld auch wieder Spaß habe wenn ich vielleicht den eigenen Anspruch runterschrauben kann.
00:26:49: Wenn ich ja wirklich auf meine Bedürfnisse schauen kann das mir die Arbeit eben dann doch wieder Spaß macht und ich damit eben happy bin.
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